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Kunst zwischen Mythen und Poesie
"Deus inferorum desistit - Hades gibt auf" (Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm)
Hades, Fürst der Unterwelt, sitzt am Rand der Welt. Nicht richtend, nicht zürnend – sondern müde. Unter ihm stapeln sich die Seelen bis an die Decke der Hölle. Nicht, weil die Götter grausamer geworden wären, sondern weil der Mensch es wurde. Der dreiköpfige Hund schläft. Es gibt nichts mehr zu bewachen. Die Schuld kommt freiwillig.
Das Meer vor ihm ist düster, aber frei. Die Erde unter ihm ist voll. Die Ordnung der Mythen hat kapituliert. Dieses Bild zeigt keine göttliche Strafe, sondern eine menschliche Bilanz. Selbst die Hölle ist am Limit.
Seine Geste – das gestützte Kinn – verweist auf Erschöpfung und Sinnverlust. Die Unterwelt ist nicht mehr Ort der Konsequenz, sondern der Überfüllung. Eine zeitgenössische Allegorie auf menschliche Grausamkeit und moralische Erschöpfung: Eine Welt, in der selbst die Hölle keine Ordnung mehr schafft.
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Skizzen und Entwürfe




































